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"Haideboden"

Haideboden (liebe Fraw auff der Hayd, 1482) ist die alte Bezeichnung für den Landstrich um den Wallfahrtsort Frauenkirchen (possessio zenmaria, 1324).
Der Haideboden umschreibt ein nicht ganz klar abgegrenztes Gebiet um die Gemeinde Frauenkirchen, zwischen dem Seewinkel im Westen, der Parndorfer Platte im Norden und dem Hansag im Süden.
Die Böden sind geprägt von leichter, sandiger, schwarzer Erde mit Kieselstein im Untergrund (Donauschotter). Auf den sanften Erhebungen tritt der karge Schotterboden an die Oberfläche und weist hervorragende Bedingungen für den Weinbau auf – die Reben wachsen aufgrund eines gemäßigten Wasserstresses langsam, bringen gute Reife und im Winter fließt die kalte Luft ab und schützt so vor Frostschäden.

Das Weingut Umathum verwendet die geschützte Bezeichnung "Haideboden" seit 1991 für sein Rotwein Cuvée, und hat über die Jahre das Image der "Herkunft Haideboden" aufgebaut.
"Umathum Haideboden" ist heute ein Markenbegriff und steht für hochwertigen Rotwein aus dem Burgenland.

Der klingenden Name "Heideboden" wird mittlerweile von vielen Winzern der Region für Weine der verschiedensten Stilrichtungen verwendet.
In Zukunft wäre es wichtig sowohl eine klare Abgrenzung des Gebietes zu machen, als auch eine Definition für den Weinstil zu finden, um den Konsumenten eine klare Botschaft übermitteln zu können und damit die Marke "Heideboden" zu stärken.

Eignung der Rebsorten für das Gebiet Haideboden:
Zweigelt auf den eisenhältigen, nicht zu kalkreichen Kieselsteinböden, die nicht zu trocken sind.
Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc auf den extrem kargen Stellen mit Kieselsteinen,
Blaufränkisch auf den Standorten wo sich Lehm im Untergrund findet,
Sankt Laurent auf den kalkreicheren Kieselsteinböden mit guter Durchlüftung.