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Die Lage "Jungen Berg"

Die Lagen kann man in zwei Abschnitte unterteilen, die sich vom Boden her wesentlich unterscheiden: "Unter den Terrassen" und "Kirschgarten".

Im Jahre 1214 wurde der Weinberg erstmals urkundlich erwähnt, 1324 wurde sie Eigentum des Königs von Ungarn, 1522 fiel der Besitz an das österreichische Kaiserhaus und 1524 erhielten die hier gewachsenen Weine das Privileg einer Herkunftsbezeichnung.
Jois hat somit neben Neusiedl/See und Rust die wahrscheinlich weltweit erste Appellation. Zur Zeit des 30ig jährigen Krieges um 1621 erhielten die Grafen von Harrach diese Lage zunächst als Lehen und später ging der Weinberg in deren Besitz über. Um 1700 wurden die ursprünglichen Terrassenmauern angelegt. Josef Umathum konnte den Weinberg im Jahre 2000 ankaufen und die verfallenen Terrassen wieder aufbauen.
In nur sechs Monaten wurde in mühevoller Kleinarbeit, mit etwa 15 000 Arbeitsstunden, der ursprüngliche Zustand so wieder hergestellt, dass die Terrasse heute auch mit modernen Geräten maschinell bewirtschaftet werden kann.
Nach jahrzentelanger Brache war 2001, eine der großartigsten und besten Weinlagen des Burgenlandes, wieder mit Reben bepflanzt.
Die Lage hat alle Vorraussetzungen, die Weinexperten mit dem Wort "Terroir" umschreiben: einzigartige Bodenverhältnisse, einzigartiges Mikroklima, optimale Exposition zur Sonne und reichhaltige Geschichte. Selbst für den Laien ist offenkundig sichtbar, dass es sich hier um eine ganz besondere Weinlage handelt.
Der vom Wind geschützte Süd-Ost Hang bildet ein geologisches Kleinod. Obwohl man fast 100 m über dem Niveau des Neusiedler Sees steht, kann man ihn förmlich fühlen. Die milde Luft des Sees streicht sanft über die Terrassenanlage. Da der Weinberg oberhalb der Nebelgrenze liegt, kann im Herbst sehr spät geerntet werden, ohne Gefahr zu laufen, dass die Beeren von Fäulnispilzen infiziert werden. Die langsame Endreife bringt besonders feine, mineralische Aromen.
 

Der Boden:

Da quer durch den Weinberg eine Bruchlinie verläuft, weist die Lage zwei sehr unterschiedliche Bodenprofile auf:

Parzelle "Unter den Terrassen"
Am ehemaligen Strand des pannonischen Urmeeres findet sich kalkhältiger Lehm- und Muschelkalk mit kräftiger Struktur und hervorragender Wasserspeicherkapazität, hier steht der Pinot Noir.

Parzelle "Kirschgarten"
Am Berg selbst findet sich Schiefer, der mit Quarz durchsetzt ist. Hier können die Wurzeln tief in das Gestein eindringen und stehen so fest und sicher mit dem Boden verbunden, dies schützt vor Trockenheit und bringt gleichmäßiges Wachstum und intensiven Bodenton. Hier steht der Blaufränkisch. Wir bezeichnen diese Parzelle am Etikett als "Kirschgarten".

Die Ausrichtung der Rebzeilen ist von Nord-West nach Süd-Ost, die Terrassen selbst sind quer angelegt. Durch die hellen Sandsteinmauern gibt es eine hervorragende Rückstrahlung des Sonnenlichtes auf die Reben.
 

Die Joiser Kirsche

Von jeher hatten die Weinbauern zwischen den Rebzeilen Obstbäume und Sträucher gepflanzt. Die Joiser Kirsche hatte den Ruf einer ganz besonderen Qualität und wurde noch bis vor wenigen Jahren am Wiener Naschmarkt als "Joiser Einsiedekirsche" gehandelt. Leider ist der Brauch des Einkochens nur mehr in den wenigsten Haushalten erhalten.

Die Bedeutung der Kirschbäume für das Landschaftsbild und die Vielfalt in der Natur erhalten wir in der weiteren Pflege der bestehenden Bäume und mit der Neupflanzung zahlreicher Kirschbäume zwischen unseren Weinreben.