2010
Die Entstehung eines Jahrganges
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7. September 2010 Die Nächte sind jetzt schon extrem kühl, nur 7 Grad C, und heute früh dichter Herbstnebel. Schon setzt bei einzelnen Beeren Fäulnis ein, besonders die dünnschaligen Sorten wie Sankt Laurent und Pinot Noir sind davon betroffen. Die einzige Chance um gute Weine zu erzielen, sind aber reife Trauben und dazu brauchen wir noch einige trockene, sonnige Tage. Es heißt also Geduld haben und zuwarten und hoffen, dass es trocken, kühl, windig und vor allem sonnig bleibt.
31. August 2010 Frische 10 Grad C, regnerisch und herbstlich, so geht der August zu Ende. Es gab wohl genug Regen in den letzten Wochen und wir wünschen uns wieder eine wärmende Sonne.
18. August 2010 Die kühlen Nächte und der Morgennebel sind ein sicheres Zeichen für den rasch heranschreitenden Herbst, und gut für das Aroma der Beeren.
16. August 2010 Jetzt geht es in die letzten alles entscheidenden Wochen vor der Ernte, wir hoffen auf ein stabiles Hochdruckwetter und viel Sonnenschein.
12. August 2010 Die Morgenluft riecht schon herbstlich, doch die aufsteigende Sonne lässt noch die Kraft des Sommers auf der Haut spüren. Unsere Beeren sind nun schon ziemlich rot gefärbt. Mit riesen Schritten geht es in Richtung Reife.
2. August 2010 Schon sind gefräßige Vögel, wie Amsel und vor allem Stare da, um sich die roten Beeren zu holen. Es ist jetzt an der Zeit schützende Netze über die Traubenzone zu spannen, damit wir für Sie auch noch reife Beeren ernten können.
1. August 2010 Ein wunderbarer Sommertag und die Trauben färben sich schnell rot, auch die spät reifende Sorte Blaufränkisch wechselt nun ihre Farbe.
31. Juli 2010 Der Morgen ist noch herbstlich, doch schon am frühen Vormittag bricht die Sonne durch und der Juli verabschiedet sich mit einem schönen, warmen Sommertag, und das können wir wirklich noch gebrauchen.
25. Juli 2010 Frische 15 Grad C und total herbstliche Stimmung.
23. Juli 2010 Erste rote Beeren bei Zweigelt sichtbar, noch ist es sehr heiß und schwül, aber wir erwarten in den nächsten Stunden eine ordentliche Abkühlung und damit den Impuls des Herbstes und der Reife, das Umfärben wird sich dadurch weiter beschleunigen.
20. Juli 2010 Kühle 16 Grad C am Morgen und schon herbstliche Stimmung, der Tag verläuft ruhig und sehr warm, für die nächsten Tage ist eine Fortsetzung der Sommerhitze angesagt. Die Trauben werden langsam heller, ein Zeichen, dass bald die Umfärbung einsetzen wird.
18. Juli 2010 Der nächtliche Durchzug einer Gewitterfront bringt Abkühlung und frische Luft, aber keinen Regen, und der lebhafte Wind macht uns und unsere Reben wieder richtig munter.
17. Juli 2010 Schon am frühen Morgen zeigt das Thermometer 23,5 Grad C, es ist extrem schwül und irgendwie riecht es schon in Richtung Herbst, das verkündet uns auch der leichte Nebel der über dem Land liegt. Pilzinfektionen des falschen Mehltau (Peronospora) entstehen bei sommerlichen nächtlichen Gewittern, so wie es gestern Nacht der Fall war. Hat es aber in den zwei darauf folgenden Tagen jeweils mehr als 30 Grad C, so sterben die Sporen wieder ab und eine Bekämpfung des Pilzes ist nicht notwendig. Sowohl gestern, als auch heute hat es mehr als 34 Grad C und somit sollten die Pilzsporen wieder austrocknen.
16. Juli 2010 In der Nacht treffen zwei Gewitter über uns zusammen, es kracht ordentlich und schüttet 57 lt. Regen von innerhalb einer Viertelstunde auf uns nieder - Rekordniederschlag!
15. Juli 2010 Wir sind schon früh am Morgen zur Arbeit im Weingarten: 4:30 Uhr und schon 24 Grad C, extrem schwüle Luft und wenig Wind, gleich kommt die Sonne über den Horizont und wird uns noch ordentlich einheizen, ab Mittag wird dann die Arbeit draußen zur Qual, dann geht´s zur Verkostung in den Keller oder es gibt Siesta.
13. Juli 2010 Die nächtlichen Temperaturen liegen jetzt schon über 20 Grad C, aber noch gibt es Tau am frühen Morgen. Die Hitze kommt schnell und gnadenlos, bereits Mittags müssen wir die Arbeit im Weingarten einstellen, es ist nicht mehr auszuhalten. Die Reben lieben einerseits die wärmende Sonne, doch diese extreme Hitze setzt auch den Pflanzen zu. Beruhigender Kamillentee auf die Blätter schafft wieder mehr Gleichgewicht und kühlt.
8. Juli 2010 Wir stehen knapp vor Neumond, die Kräfte der Konzentration sind nun am stärksten, genau der richtige Zeitpunkt um das biodynamische Präparat Hornkiesel auszubringen, dies stärkt die Kräfte des Lichts und der Wärme.
7. Juli 2010 Die Nächte sind recht frisch, nur 13 Grad C, doch tagsüber wärmt die Sonne gut, ein kräftiges Lüftchen treibt die Wolken über den Himmel. Durch die riesige Wasserfläche des Neusiedler See ist die Luftfeuchtigkeit hoch und es ist extrem schwül. Genau das liebt der Mehltaupilz. Regelmäßige Spritzungen mit Kamillentee und Schwefel verhindern, dass unsere Beeren krank werden.
6. Juli 2010 Die Reben stehen tief dunkelgrün im Sommerkleid, eine Pracht diese Pflanzen jetzt anzuschauen!
30. Juni 2010 Der erste richtige Sommertag! Die Luft riecht nach reifem Getreide und Sommer, lebendiger Wind bewegt die Blätter und die Sonne lacht vom Himmel - das ist ein Wetter, wie es unsere Reben lieben.
26. Juni 2010 Das Wetter ist jetzt optimal, Wind und Sonne haben alle Infektionen an Mehltau aufgetrocknet. Nicht befruchtete Beeren fallen vom Stielgerüst, die Weintrauben "putzen" sich und wachsen schnell. Es ist notwendig die Laubwand aufzulichten, indem man Blätter und Nebentriebe ausbricht, dadurch werden die jungen Beeren besser belichtet und die Gefahr von Krankheiten minimiert.
21. Juni 2010 Der Sommer beginnt mit einem Herbsttag - kühl und regnerisch!
20. Juni 2010 Die Luft riecht leicht herbstlich, es ist bewölkt und kühl.
18. Juni 2010 Die jungen Beeren waren fast den ganzen gestrigen Tag nass, erst am Abend kommt etwas Wind auf und nach einem sonnigen Vormittag gibt es am späten Nachmittag kräftige Regengüsse. Die ersten Infektionen von echtem und falschem Mehltau sind an Blättern und Trauben sichtbar - ist das Wetter doch optimaler für "Schwammerl" als für unsere Weinreben.
16. Juni 2010 Ein richtiger Regentag! Zum Glück konnten wir gestern noch alle Reben mit Schwefel und Kupfer spritzen und somit sind die ungeschützten, und auf Pilzkrankheiten extrem anfälligen, jungen Beeren vor einer Infektion vorerst geschützt.
15. Juni 2010 Abgehende Blüte, jetzt beginnen sich die Trauben zu "putzen", also vom Blütenstaub zu reinigen. In den nächsten sieben Wochen werden die Reben etwa zwei Drittel ihrer gesamten Vegetationsmasse bilden, das bedeutet, dass wir uns ordentlich organisieren müssen, um diesem Wachstum auch mit der Laubarbeit nachzukommen. Es gilt Blätter und Geiztrauben in der Traubenzone zu entfernen, um die kleinen Beeren besser zu belichten und die Gefahr an Pilzinfektionen zu mindern.
11. Juni 2010 Blaufränkisch und Zweigelt stehen in der Vollblüte, Sankt Laurent ist noch etwas zurück, aber Pinot Noir ist schon ganz verblüht, Sonnenschein und Hitze.
8. Juni 2010 Beginn der Vollblüte und Hitzewelle.
6. Juni 2010 Beginn der Weinblüte, die ersten Blüten finden sich im Pinot Noir Weingarten und am späten Nachmittag auch schon beim Zweigelt. Temperaturen um die 27 Grad C und warmer Südwind treiben die Vegetation voran - Wasser ist ja genug vorhanden.
4. Juni 2010 Am Morgen noch Regen, aber am späten Nachmittag setzt sich die Sonne durch und die Temperatur steigt auf weit über 20 Grad C, endlich!
1. Juni 2010 Österreich ist ein kühles Weinland! Frischer Wind bläst uns um die Ohren, tiefe Wolken trüben den Himmel, Regen ist angesagt, das dürfte jetzt die Schafskälte sein.
25. Mai 2010 Das Wetter stellt sich neulich um, nach ein paar schönen, warmen Tagen kündigt der Juni mit wechselhaftem, schwülem und gewittrigem Wetter sein Kommen. Der erste Hagel durchzog ein weites Gebiet von Neusiedl über Gols bis Andau.
24. Mai 2010 Wie reagieren nun die Pflanzen in einem so kühlen Mai?: Der Instinkt zum Überleben veranlasst sie, die Reife ihrer Früchte weit zu streuen. Wir finden daher auf unseren Weinreben Triebe, die sehr gut und schön entwickelt sind, und andere, die extrem zurückbleiben. Durch entsprechende Laubarbeit und Ausschneiden von Trauben, kann der Winzer das zum Teil ausgleichen, aber ein grundlegender Charakter des Jahrganges ist damit schon geprägt.
23. Mai 2010 Die Vegetation ist später als in den vergangenen Jahren, aber immer noch nicht wirklich verzögert. 1991 hatten die Reben um die gleiche Zeit nur eine Länge von etwas 10 cm, im Vergleich dazu sind wir dieses Jahr weit voraus.
21. Mai 2010 Endlich wieder etwas Sonne und vor allem Wärme, schon tanzen die ersten Mücken und die Luft ist lau, ob das schon die Wende ist?
20. Mai 2010 Der Tag beginnt bewölkt und kühl, der heftige Wind der vergangenen Tage hat viele Blätter und so manchen Trieb beschädigt, das gefällt den Weinreben gar nicht. Wie sehr es die weitere Entwicklung prägen wird, ist noch nicht abzuschätzen.
18. Mai 2010 Die Brennnessel ist ein Kind der Sonne, frischer Tee davon stärkt in uns die Sonnenkraft und hellt unsere Stimmung auf, auf die Blätter der Reben gespritzt, wirkt der Tee ebenso sonnig und das brauchen wir in diesen Tagen alle sehr.
16. Mai 2010 Abkühlung auf unter 10 Grad C, Regen und Sturmböen machen es ziemlich ungemütlich, nicht ungewöhnlich für den Mai, haben wir doch die Zeit der Eisheiligen.
12. Mai 2010 Jetzt knapp vor Neumond ist die Zeit günstig um Brennnessel zu schneiden, die Konzentration der Kräfte ist am größten und die später gekochten Tees wirken intensiver. Heute werden wir mit dem ersten Durchgang der Laubarbeit fertig, das bedeutet, dass jeder der gut 120.000 Rebstöcke kontrolliert und in seinem Wachstum reguliert wurde, nächste Woche geht es mit dem 2. Durchgang los.
7. Mai 2010 Regen, Blitz und Donner leiten den Mai ein, gut für das Wachstum der Pfanzen.
4. Mai 2010 Heute beginnen wir mit dem ausjäten der Triebe, dabei werden Doppeltriebe entfernt und die Anzahl der Triebe auf etwa 6 - 8, je nach Sorte, reduziert, somit fördert man das gleichmäßige Wachstum und legt die Basis für eine harmonische Qualität der Trauben im Herbst. Etwa 1/3 der möglichen Fruchtansätze werden weggebrochen, für diesen ersten Arbeitsdurchgang der sogenannten "Grünarbeit" benötigt eine Person etwa eine Woche für einen Hektar, da wir in etwa 10 Tagen jeden Stock kontrolliert haben sollten, sind 15 Personen am Werk. Die Reben werden jetzt erstmals mit Brennnessel Tee gespritzt, das gibt einen frischen, lebendigen Impuls der Sonne und schafft Abwehrkräfte gegen Pilze.
2. Mai 2010 Die ganze Natur riecht intensiv, Flieder und Honig liegen in der Luft, endlich wieder ein Frühling mit erfrischenden Nächten und nicht zu warmen Tagen, etwas Regen, ziehende Wolken mit Sonne dazwischen, alles wächst mit viel Kraft. Die Bäume haben in wenigen Tagen tief grüne Blätter entwickelt und schon gibt es angenehmen Schatten, der Mai ist ja wirklich ein Wonnemonat.
1. Mai 2010 Viel Sonne hat das Wachstum der Reiben weiter voran getrieben, schon sind die Gescheine sichtbar und die Triebe haben eine Länge von bis zu 7 cm erreicht.
20. April 2010 Ein wunderbarer Tag! Heute schwirren die Bienen emsig um die frischen Blüten, die Schwalben bauen aktiv an ihren neuen Nestern, es hat 21 Grad C, richtig angenehm. Am frühen Abend stand dann schon das erste Gewitter im Süden und Blitze kündigen den nahenden Sommer.
18. April 2010 Am Morgen hat sich leichter Frost über den Boden gelegt, zum Glück stecken die jungen Triebe noch fest in der Wolle und es ist nichts passiert.
17. April 2010 Der Himmel ist sauber und ruhig! Der Vulkanausbruch in Island mit seinen Folgen für den Flugverkehr, beschert uns einen Blick zurück in die Zeit, als die Flieger noch nicht den Himmel über uns mit Staub und Lärm verseuchten. Genießen Sie diese schöne Zeit. Jetzt noch alle Mobiltelefone abschalten und plötzlich wird alles kristallklar!
16. April 2010 Nach dem ausgiebigen Regen der letzten Tage, etwa 50 lt. je m2, und den vorausgesagten sonnigen Tagen, werden die Reben nun schnell wachsen. Solche riesigen Wassernachschübe um diese Zeit sind zwar selten, aber ein wahrer Segen für die Natur.
12. April 2010 Die Reben haben jetzt "Mäuse Ohren", das bedeutet, dass die Augen langsam zum Leben erwachen und sich öffnen, alles geht jetzt sehr schnell und es ist noch sehr früh im Jahr. Am Morgen geht die Temperatur auf 4 Grad C runter, nicht ungewöhnlich für Mitte April. Die ersten Obstbäume sind in voller Blüte, Bienen sind noch keine zu sehen, irgendwie passt es noch nicht ganz zusammen, das Jahr muss sich erst finden.
10. April 2010 Pinot gris wird neu gepflanzt, in drei Jahren wird es dann endlich etwas mehr von diesem wunderbaren Wein bei uns geben.
30. März 2010 Der warme Südwind treibt die Vegetation weiter voran, wir hoffen auf ein wenig Regen, besonders jetzt zu Vollmond hat dieser bosonders gute Wirkung.
18. März 2010
11. März 2010
Ein langer Winter, Mitte Jänner gibt es ordentlich Frost und immer wieder etwas Schnee, am 14. Feber wandere ich im tiefen Schnee über verwehte Wege. |

