2025
Erstklassig
Im Vergleich der letzten Jahre zeigt sich das Wetter 2025 eher frischer, der Jahrgang ist vergleichbar mit denen Mitte der 1990iger Jahre, nicht zu heiß und regelmäßiger Regen.
Die Weine sind ein wenig leichter im Alkohol mit lebendiger Frische und zeigen auch in der Jugend schon schöne Trinkreife.
Nach einem trockenen Winter kommt im Frühling der Regen regelmäßig und treibt das Wachstum richtig voran.
Einige Tage im Mai beginnen mit intensivem Nebel, so als ob schon Herbst wäre. Tagsüber ist es dann aber richtig warm. Insgesamt bleiben die Nächte jedoch kühl und angenehm.
So regelmäßig wie der Regen kommen auch die Pilze an den Reben. Der Infektionsdruck von Pilzkrankheiten an Blättern und Fruchtansätzen ist enorm und raubt uns schon frühzeitig einen Teil der Ernte. Die sanfteren Mittel, die wir beim biologischen Pflanzenschutz einsetzen, haben nicht die durchschlagende Wirkung und es ist schier unmöglich ohne Pilzbefall davonzukommen.
Einzig helfen kann dann der Wetterumschwung im Juni, der uns hochsommerliche Temperaturen und die erste Hitzewelle beschert. An manchen Tagen steigt die Quecksilbersäule innerhalb weniger Stunden um 20 Grad Celsius.
Im Gegensatz dazu ist der Juli kühl und zeitweise verregnet. Der sonst so trockene Osten Österreichs wird regelmäßig und ausreichend mit Wasser versorgt, gut für die Vegetation und den Wasserhaushalt. Anfang August präsentiert sich die Landschaft wohltuend grün. In den ersten Augusttagen kommt endlich der wohlersehnte Sommer zurück.
Doch das war nur ein kurzes Zwischenspiel und in der Endphase der Reife gibt es nach einem massiven Niederschlag weiterhin unbeständiges Wetter, das uns bis weit in den September hinein begleitet. Die reifenden Trauben halten diesen Bedingungen nicht mehr ganz stand und es ist eine sorgfältige Lese notwendig, um unbeschädigtes und sauberes Traubengut in den Keller zu bekommen. Als einer von wenigen Betrieben ernten wir nach wie vor alles von Hand, nur so kann höchste Qualität gewährleistet werden. Jede Traube wird kontrolliert. Eine Nachselektion im Keller mit der optischen Sortieranlage dient zur weiteren Absicherung.
Der Jahrgang bringt im Alkohol etwas leichtere Weine, doch mit feiner Fruchtaromatik, guter Konzentration und Spannung, schöner Mineralität, Salzigkeit und Fülle am Gaumen.