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WEINTAGEBUCH 2017

22. Juli 2017

Jetzt sind die Trauben in der Reife schon so weit fortgeschritten, dass wir diese für die Verarbeitung zu "Verjus" ernten können. Dabei werden die noch grünen Beeren gepresst und der daraus gewonnene Saft kann als saurer, grüner Traubensaft für Aufgüsse und als Ersatz für Essig verwendet werden - ein traditionelles, natürliches Säuerungs- und Erfrischungsmittel.

17. Juli 2017

Herbstlich riecht es am frühen Morgen und die Temperatur bewegt sich um die 9 Grad, immerhin steigt diese dann auf bis zu 31 Grad am späten Nachmittag. Diese extremen Schwankungen sind typisch für die letzten Jahre und machen eine Anpassung der Pflanzen an die sich schnell ändernden Situationen ziemlich schwierig.

14. Juli 2017

Unter 10 Grad C in den frühen Morgenstunden, seit langem wieder eine richtige Abkühlung, das gibt einen kräftigen Impuls für die Reife, denn zusammen mit den kürzer werdenden Tagen und der Spritzung von Kamillentee bekommen die Weinreben nun einen kräftigen Wink, sich in Richtung Reife zu entwickeln.

12. Juli 2017

Die ersten roten Beeren zeigen sich beim Sankt Laurent! Örtliche Gewitter bringen ordentlichen Nachschub an Wasser und lindern die lang anhaltende Trockenheit, auch die Hitzewelle ist vorerst einmal zu Ende und die etwas milderen Temperaturen fördern den Fortschritt der Reifung.

10. Juli 2017

Nach dem Regen ist die Luft extrem schwül und die Bedingungen für die Keimung der Mehltaupilze sind optimal. Sobald der Boden wieder befahrbar ist müssen wir, noch in der Inkubationszeit, die Weinreben schützen, dies geht mit "Netzschwefel", also Pulverschwefel der in Wasser aufgelöst, gespritzt wird, und Spuren an Kupfer, welches die Pilze abkapselt und somit ein Eindringen in die Pflanzen verhindert. Alle diese Mittel sind für den ökologischen Pflanzenschutz zugelassen, jedoch nicht unumstritten, leider gibt es derzeit noch nicht wirklich andere Alternativen.

9. Juli 2017

Örtliche Gewitter lindern die ärgste Trockenheit. Wir sehen große Unterschiede zwischen den Parzellen und selbst auch innerhalb einer Parzelle ist der Wasserhaushalt nicht gleichmäßig, ja sogar von Rebstock zu Rebstock finden sich Differenzen und auch an einem Weinstock selbst ist die Reife nicht gleichmäßig, ich würde sogar sagen innerhalb einer Traube gibt es Inhomogenität und wer weiß, wie das in der Beere selbst sich darstellt. Wir leben in einer Zeit der größten Spannungen.

29. Juni 2017

Trotz Abkühlung bleibt es weiterhin trocken. Regen mit dem lebensspendenden Nass bedeutet auch, dass die Zirkulation in den Pflanzen besser abläuft und Nährstoffe eingelagert werden und gerade jetzt in der Phase des größten Wachstums ist der Bedarf der Reben sehr hoch. Die Folge ist, dass die Pflanzen ihr Wachstum zurückfahren und die Beeren kleiner bleiben, zum Teil kommt es aber auch schon zu Mangelerscheinungen. Wir hoffen also weiterhin auf ausgiebigen Regen!

22. Juni 2017

Sehr schnell ist diese Hitzewelle gekommen und das gleich mit enorm hohen Temperaturen bis fast 37 Grad. Es ist extrem trocken und wir und unsere Reben dürsten ordentlich nach Wasser. Die notwendigen Arbeiten im Weingarten können nur in den Morgenstunden gemacht werden, ab Mittag ist es so extrem heiß, dass ein effektives Arbeiten unmöglich ist.

17. Juni 2017

Eine kühle und frische Periode erinnert uns, dass es noch nicht richtig Sommer ist.

14. Juni 2017

Die ersten Reben sind schon so hoch gewachsen, dass ein Rückschnitt der Spitzen notwendig ist. Ab diesem Zeitpunkt orientiert die Pflanze ihre Energie immer mehr in Richtung Früchte und das Längenwachstum bremst sich etwas ein.

12. Juni 2017

Dem ersten wirklich ganz heißen Sommertag, es hat fast 33 Grad C, folgt ein lauer Abend und selbst in der Nacht sinken die Temperaturen nicht mehr unter 20 Grad C.

5. Juni 2017

Gewitter bringen uns den jetzt so notwendigen Nachschub an Wasser, da können Boden und Pflanzen richtig durchatmen und das Wachstum so richtig in Schwung bringen.

3. Juni 2017

Durch den Morgentau sind die Blätter naß und die Hitze des Tages bietet dann die optimalen Bedingungen für die Keimung des "Echten Mehltau Pilzes - Oidium". Gerade jetzt mitten in der Phase der Blüte sind die Reben besonders sensibel und wir müssen aufpassen, dass wir uns keine nachhaltigen Infektionen einhandeln. Eine Spritzung mit ein wenig Pulverschwefel in den nächsten Tagen bietet einen guten Schutz und ist für die Umwelt nicht schädlich.

1. Juni 2017

Die Blüte kommt jetzt richtig in Schwung. Nach den örtlichen Gewittern mit etwas Regen und der kräftigen Sonneneinstrahlung ist die Luft nun schwül und fördert ein enormes Wachstum bei den Pflanzen. Mit der Arbeit im Weingarten ist kaum nachzukommen.

30. Mai 2017

Beginn der Blüte! Ein Hochsommertag mit 32 Grad C im Schatten.

28. Mai 2017

Heute ist der erste richtige Sommertag und die Bienen schwärmen aus, im geschützten Innenhof blühen bereits die Reben.

27. Mai 2017

Wir stehen knapp vor der Blüte der Reben, da für die nächsten Tage Hitze prognostiziert ist, wird diese wichtige Phase rasch durchgehen und damit kann man in weiteren 100 Tagen mit der Ernte rechnen, ein ungeschriebenes Naturgesetz. 

23. Mai 2017

Die Brennnessel ist eine wahre Wunderpflanze. Jetzt, kurz vor Neumond und kurz vor der Blüte geschnitten enthält sie die stärksten Sonnenkräfte. Mit den getrockneten Blättern kann man Tee kochen und die Wachstums- und Wärmekräfte anregen. Zu Sud vergoren wirkt die Brennnessel gegen Blattläuse.

15. Mai 2017

Der Schaden durch den Frost von letzter Woche ist enorm. Leider waren unsere Weingärten in Frauenkirchen im Epizentrum der Kälte und ein wesentlicher Teil des Zweigelt ist dem Frühlingsfrost zum Opfer gefallen. Da bleibt nur: den Mut nicht verlieren!

10. Mai 2017

Örtlich leichter Morgenfrost. Gegen 5 Uhr früh fiel die Temperatur kleinräumig auf fast -3 Grad. Es gibt mit Sicherheit Schaden an den Trieben, dieser wird aber erst nach dem Auftauen sichtbar und abschätzbar sein. Auf jeden Fall sind die Eisheiligen ihrem schlechten Ruf gerecht geworden!

7. Mai 2017

Die Temperatur geht in der Nacht nicht mehr unter 10 Grad, tagsüber hat es um die 23 Grad Celsius, damit dürfte die Gefahr von Spätfrösten nun wirklich vorbei sein.

3. Mai 2017

Regen im Mai ist ein Segen, dazu ist es relativ kühl und daher die Wirkung des Nasses um so besser. Andererseits sehe ich die ersten Infektionen der Mehltaupilze auch mit dieser Feuchtigkeit kommen und ein Schutz der jungen, grünen Triebe wird notwendig sein.

29. April 2017

Die erste Schwalbe ist heute gelandet - eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, auch wenn diese um knapp zwei Wochen später als üblich eintrifft, jedoch ein untrübliches positives Zeichen, dass die große Kälte ziemlich zu Ende ist.

24. April 2017

Leichter Morgenfrost und damit auch schon Schäden an den jungen Trieben. Ein Teil der Blätter ist verbrannt, die Triebspitzen dürften noch gut sein. Der Ausfall dürfte an die 10 % betragen. Wir spritzen Tee von der Brennnessel um den gepeinigten Pflanzen ein wenig Unterstützung mit Wärme zu bieten.

23. April 2017

Der Weinheilige St. Georg bringt einen windigen und sonnigen Tag, aber auch eine kühle Nacht steht bevor.

21. April 2017

Kein Frostschaden in unseren Weingärten! Das ist eine wirklich gute Nachricht. Wir hatten großes Glück, einerseits zogen dann doch noch Wolken auf und die Temperaturen blieben um den Gefrierpunkt und andererseits standen fast alle Weinbauern des Gebietes ab 3 Uhr Früh in den Weingärten um mit angefeuerten Strohballen zu räuchern und die kleinen, grünen Triebe zu schützen.

14. April 2017

Noch ist keine Schwalbe vom Winterquatier zurück und für die nächste Woche sind sehr frische Tage und kalte, vielleicht sogar frostige Morgen angesagt - es wird sehr ungemütlich und nervenaufreibend.

13. April 2017

Die Prognosen für die Osterfeiertage stehen auf kühl, für nächste Woche soll es Schnee bis in die tieferen Lagen der Voralpen geben - da wird es einem schon wieder Angst und Bange, wenn man sieht, wie weit die kälteempfindlichen Reben schon gewachsen sind.

11. April 2017

Der Flieder beginnt zu blühen, und die Stimmung ist schon wie im Mai. Besonders an den windstillen Tagen zeigt sich der Frühling in seiner vollen Pracht.

8. April 2017

Die ganze Woche war gekennzeichnet von kühlem Wind und das hat die Vegetation etwas eingebremst - zum Glück, denn noch ist die Gefahr von Spätfrösten nicht vorbei und der Schock vom letzten Jahr, wo wir Ende April eine eisige Woche erlebten, sitzt noch ziemlich tief.

1. April 2017

24 Grad Celsius, warmer Wind aus dem Süden - das treibt die Vegetation sprunghaft voran!

31. März 2017

Der März endet mit einem wunderschönen Frühlingstag, mit Temperaturen um die 22 Grad, am frühen Morgen ist es zwar frisch aber nicht all zu kühl.

Die Knospen sind soweit aufgesprungen, dass in den nächsten Tagen die ersten Blätter sichtbar werden, das bedeutet etwa drei Wochen Vegetationsvorsprung! Eine kühle feuchte Wetterphase ist nicht in Sicht.

Es gibt nur noch vereinzelt Präsidenten, denen immer nicht klar ist, dass es sich dabei um einen Klimawandel handelt.

27. März 2017

Leichter Morgenfrost und tagsüber prächtiges Frühlingswetter, die Pflanzen kommen jetzt voll in Schwung.

23. März 2017

Ein prächtiger Frühlingstag kündigt sich an, zarter Morgennebel und schon bricht die Kraft der Sonne durch. Die Knospen der Weinreben heben sich, ein untrügliches Zeichen, dass der Austrieb der Reben nicht mehr all zu ferne liegt.

22. März 2017

Die Mandelbäume zeigen die ersten schönen Blüten in zartem Rot bis zu Rosa, ein wunderbarer Duft liegt in der Luft. Noch ist der Wind frisch, doch die Vögel verkünden uns schon den angekommenen Frühling.

18. März 2017

Ein ausgiebiger Frühlingsregen ist gut für die aufkeimende Natur, nun kommt die Vegetation ordentlich in Schwung.

17. März 2017

Das erste Gewitter und es hat 16 Grad plus. In den Reben beginnt der Saft nach oben zu steigen und es tropft schon ganz ordentlich an den Streckern.

10. März 2017

Kühler Westwind sendet uns die Botschaft von Schnee in den Alpen. Noch ist der Frühling nicht angekommen. Der Rebschnitt ist abgeschlossen und wir arbeiten an der Reparatur der Steher und des Drahtrahmens an dem die Reben hoch gezogen werden.

4. März 2017

Der Wind bläst uns kräftig um die Ohren - Föhnsturm mit fast 100 km/h und dazu 19 Grad Celsius, die ersten Ginsterblüten erhellen diese Frühlingstage.

25. Feber 2017

Die ersten "März Winde" senden ihre Boten voraus, dies ist ein untrügliches Zeichen, dass der Winter dem Ende zugeht und die Kälte durch mildere Atlantikluft getauscht wird.

12. Feber 2017

Der Winter zieht sich, am Morgen noch Eis und tagsüber doch ein wenig Sonne. Die Tage sind länger und zunehmend ist eine aufkeimende Kraft zu spüren.

25. Jänner 2017

Der erste Tag des Jahres, der eine Änderung der Kälte ankündigt. Die Luft ist nicht mehr so hart und auch am Verhalten der Wildtiere kündigt sich eine andere Zeit an.

21. Jänner 2017

Die Kältewelle dauert nun schon seit Wochen:
 7. Jänner -13,2 Grad C,
11. Jänner -15,5 Grad C,
16. Jänner -10,7 Grad C,
20. Jänner -13,8 Grad C,
21. Jänner -11,1 Grad C.
Wintertemperaturen in dieser Dimension sind noch nicht sehr kritisch für unsere Weinreben, da die Kälte durchgehend ist, können sich die Pflanzen gut darauf einstellen.