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Weintagebuch/Blog

14. März 2026

Die Mandelbäume stehen in Vollblüte, eine wahre Augenpracht.
Stürmischer Südwind macht es jedoch bei der Gartenarbeit ziemlich unangenehm, obwohl das Thermometer 18 Grad plus zeigt. Der warme Wind trocknet den Boden weiter aus und gleichzeitig treibt er die Vegetation an. Alles viel zu früh für diese Jahreszeit.

6. März 2026

Seit zwei Wochen gibt es wieder wohltuende Sonnenstrahlen und obwohl die Nächte noch kühl sind, hat die Sonne jetzt schon ordentlich Kraft.
Die Reben gehen langsam in Saft – schon noch ein wenig zu früh.

22. Feber 2026

Plus 15 Grad Celsius, der Winter und die Straßensperren sind schnell wieder vorbei. Dieser rasante Wechsel von Temperatur und Niederschlag ist typisch für den Wandel des Klimas.

20. Feber 2026

Schneesturm und Straßenverwehungen. Erinnert stark an die Winter der 70iger und 80iger Jahre.
Dieser „massive“ Wintereinbruch kommt doch ein wenig überraschend, aber es ist nur ein kurzes Geplänkel der Natur.

Jänner 2026

Der Winter zieht sich ordentlich in die Länge, obwohl die Temperaturen mit Ausnahme weniger Extremtage nicht außergewöhnlich frostig sind, fehlt es uns doch allen schon ein wenig an Sonne und Wärme.
Für die Vegetation ist diese lange Winterruhe ein Vorteil und auf jeden Fall besser als ein ständiges Auf und Ab. Die längere Kälteperiode sorgt auch dafür, dass einigen zugewanderten, exotischen Schädlingen, das Überleben schwerer gemacht wird.
Wir sind noch beim Rebschnitt, der uns noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Im Keller werden die ersten Weine des Jahrganges 2025, wie ROSA und WELSCHRIESLING für die Füllung vorbereitet.
Auch können wir die Zeit nutzen um ferne Kunden in den Bergen und anderen Ländern zu besuchen.
Die Reise führt in alle Bundesländer Österreichs, ins benachbarte Ausland, nach London und Paris.
Trotzdem können Sie auch immer jemand direkt am Weingut erreichen und wir freuen uns auf Ihren Besuch und eine nette Plauderei.

Jahrgang 2025

Im Vergleich der letzten Jahre zeigt sich das Wetter 2025 eher frisch, der Jahrgang ist vergleichbar mit denen Mitte der 1990iger Jahre, nicht zu heiß und mit regelmäßigem Niederschlag.
Die Weine sind ein wenig leichter im Alkohol mit lebendiger Frische und zeigen auch in der Jugend schon schöne Trinkreife.

Nach einem trockenen Winter kommt im Frühling der Regen regelmäßig und treibt das Wachstum richtig voran. Einige Tage im Mai beginnen mit intensivem Nebel, so als ob es schon Herbst wäre. Tagsüber ist es dann aber richtig warm. Insgesamt bleiben die Nächte jedoch kühl und angenehm.
So regelmäßig wie der Regen, kommen auch die Pilze an den Reben. Der Infektionsdruck von Pilzkrankheiten an den Blättern und Fruchtansätzen ist enorm und raubt uns schon frühzeitig einen Teil der Ernte. Die sanfteren Mittel, die wir beim biologischen Pflanzenschutz einsetzen, haben nicht die durchschlagende Wirkung und es ist schier unmöglich ohne Pilzbefall davonzukommen.
Einzig helfen kann dann der Wetterumschwung im Juni, der uns hochsommerliche Temperaturen und die erste Hitzewelle beschert. An manchen Tagen steigt die Quecksilbersäule innerhalb weniger Stunden um 20 Grad Celsius.
Im Gegensatz dazu ist der Juli kühl und zeitweise verregnet. Der sonst so trockene Osten Österreichs wird regelmäßig und ausreichend mit Wasser versorgt, gut für die Vegetation und den Wasserhaushalt. Anfang August präsentiert sich die Landschaft wohltuend grün und in den ersten Augusttagen kommt auch endlich der wohlersehnte Sommer zurück.
Doch das war nur ein kurzes Zwischenspiel und in der Endphase der Reife gibt es nach einem massiven Niederschlag weiterhin unbeständiges Wetter, das uns bis weit in den September hinein begleitet. Die reifenden Trauben halten diesen Bedingungen nicht mehr ganz stand und es ist eine sorgfältige Lese notwendig, um unbeschädigtes und sauberes Traubengut in den Keller zu bekommen. Als einer von wenigen Betrieben ernten wir nach wie vor alles von Hand, nur so kann höchste Qualität gewährleistet werden. Jede Traube wird kontrolliert. Eine Nachselektion im Keller mit der optischen Sortieranlage dient zur weiteren Absicherung.

Der Jahrgang bringt im Alkohol etwas leichtere Weine, mit guter Konzentration und Spannung am Gaumen, feine Fruchtaromatik, schöne Mineralität, Salzigkeit und Fülle.