Weintagebuch 2013

20. Mai 2013
In den letzten vier Tagen gab es 6 Gewitter, guter Wassernachschub für unsere Pflanzen.
18. Mai 2013
Die wilden Reben im Innenhof des Weingutes haben mit der Blüte begonnen. Jetzt steigt auch der Wasserbedarf der Rebe zunehmend und gerade rechtzeitig gab es gestern Nacht fruchtbringenden Regen.
16. Mai 2013
Die Eisheiligen sind vorbei und extrem starker, sehr warmer Südwind macht die Arbeit im Weingarten unangenehm und trocknet das Land aus, immerhin ist der Wasserbedarf unserer Reben noch nicht all zu groß, jedoch wäre ein Nachschub an Wasser für die ganze Natur eine Wohltat.
15. Mai 2013
Jetzt blüht der Roggen, seine Ähren strecken sich der Sonne entgegen und es strömt ein wunderbarer Duft aus.
10. Mai 2013
Die Brennnessel ist eine wunderbare Pflanze, ihre ätherischen Öle stärken die Abwehrkräfte und fördern die Gesundheit. Deshalb spritzen wir frischen Tee von Brennnesseln auf unsere Reben.
Am besten pflückt man die Pflanzen bei Sonnenaufgang kurz vor der Blüte und knapp vor Vollmond, dann sind alle Kräfte in der Pflanze konzentriert, heute war es soweit.
9. Mai 2013
Dieses Jahr trägt jede Fruchtknopse einen Trieb mit mindestens zwei Trauben. Die wichtigste Arbeit jetzt, ist das Ausbrechen von schwachen und überschüssigen Trieben zum Zweck der Gleichmäßigkeit und der besseren Belichtung - dies ist die Grundlage für sichere Qualität im Herbst.
4. Mai 2013
Die Reben wachsen ungewöhnlich schnell, das war zum letzten Mal 1986 so auffällig, also ein durchaus seltenes Ereignis.
2. Mai 2013
Regen im Mai ist wie Gold, die Luft wird zunehmend labiler.
30. April 2013
Sommerliche 25 Grad C und die Reben wachsen und wachsen, und auch die Arbeit wächst uns fast über den Kopf.
28. April 2013
Es ist sommerlich warm und die Reben wachsen wie verrückt, schon finden sich 3 bis 5 Blätter an den jungen Trieben. Sämtlicher Vegetationsrückstand der letzten Wochen ist nicht nur wettgemacht, sondern es besteht eigentlich schon ein Vegetationsvorsprung gegenüber dem letzten Jahr.
23. April 2013
Obstbäume und Sträucher stehen in Vollblüte.
22. April 2013
Zaghaft zeigen sich die ersten Blätter, der Austrieb der Reben hat begonnen, damit ist der Vegetationsrückstand der letzten Wochen aufgeholt.
19. April 2013
Die Regenfronten dringen nun nicht mehr wesentlich über das Leithagebirge vor. Die Luft rund um den Neusiedler See ist nun schon so aufgewärmt, dass das regionales Schönwetter stabil bleibt.
Es ist geradezu sichtbar wie alles wächst; zunehmender Mond, Wärme und genügend Wasser, das beschleunigt das Wachstum der Vegetation so rasant.
18. April 2013
Viel Sonne und angenehme Wärme prägten die letzten Tage; Mandeln, Kirschen, Marillen und viele Sträucher stehen schon in Blüte.
9. April 2013
6:57 Uhr - die erste Schwalbe kommt aus ihrem Winterquartier zurück;
14:31 Uhr - die zweite Schwalbe trifft ein - jetzt kommt der Sommer!
Heute ist der wirklich erste warme Tag in diesem Jahr, es ist sonnig, hat fast 15 Grad C und ist windstill, alles was Beine und Flügel hat bewegt sich aus den Winterverstecken.
3. April 2013
Die Landschaft ist weiß, tiefer Winter - Kälte, Schnee und Eis bleiben uns weiterhin erhalten.
30. März 2013
Die Kälte und auch Schnee bleiben uns erhalten, ist zwar ungewöhnlich, hat es allerdings auch schon 1958 und 1883 in ähnlicher Form gegeben - wozu also aufregen.
27. März 2013
Schnee! Schnee! Der Winter zeigt seine Kraft. Bis -6 Grad und Wind.
Andererseits sind die Knospen vieler Bäume und Sträucher zum Aufspringen. Das Licht ist schon leuchtend und die Sonne hat viel Kraft, sobald die eisigen Nächte vorbei sind, erwarten wir die "Explosion".
22. März 2013
Warum ist der Wind so kalt?
Auf der Ostseite des Neusiedler Sees bringt uns der frische Westwind nicht nur die Kühle des Schnees aus den Alpen, sondern er wird durch das Wasser, des jetzt noch fast eisigen Neusiedler Sees, weiter abgekühlt. Dies vermittelt den Menschen und Pflanzen hier eine noch eisigere Kälte. Später im Frühling werden die Weinreben daher auch um einige Tage verzögert mit dem Wachstum beginnen. Auf den vom kühlen Wind geschützten Hanglagen auf der Westseite des Sees, sonnen sich dagegen die Reben schon in der sanft wärmenden Frühlingssonne.
21. März 2013
Frühlingbeginn - das Wetter ist überhaupt nicht danach. Die für diese Zeit und unsere Gegend so typischen, sehr frischen Nordwest Winde lassen eher noch an den Winter denken, als an den Frühling. Doch die Luft, der Geruch der Erde, die Geräusche, alles ist schon anders, wie vor dem Aufspringen einer Knospe.
14. März 2013
Kalter Wind und ein wenig Schnee, der Winter zeigt noch einmal was er kann, das sollte jedoch nur ein kurzes Zwischenspiel sein.
12. März 2013
Täglich wird es grüner und schon blüht der erste Jasmin. Die Erde riecht intensiv und frisch, und der Boden dampft "Teufelsrauch" aus, haucht den Winter aus.
11. März 2013
Eigentlich ist der nächste Wintereinbruch angesagt, aber hier im nördlichen Burgenland erreichen uns bloß kurze, kleine Regenschauer. Die rege Akivität der Vögel lässt mit Sicherheit darauf schließen, dass der Winter höchstens ein kurzes Geplänkel einlegen wird.
7. März 2013
Der heftige Wind der letzten Tage hat den letzten Schnee dahinschmelzen lassen, der Boden ist nun schon so gut aufgetrocknet, dass mit der Einsaat zwischen den Rebzeilen begonnen werden kann.
2. März 2013
Vom Schneeberg her weht ein frisches Lüftchen, doch die Sonne zeigt schon ihre Frühlingskraft, die Vögel zwitschern munter in den Morgen und es stehen uns einige herrliche Tage bevor.
27. Feber 2013
Erstmals in diesem langen Winter liegt ein Hauch von Frühling in der Luft, die Kraft des Winters ist gebrochen.
12. Feber 2013
Der Winter kehrt mit viel Schnee und Wind zurück, eine wunderbare weiße Decke bedeckt die romantische Landschaft und bringt uns Wasservorrat.
31. Jänner 2013
Sonne - fester Wind - 12 Grad Plus
27. Jänner 2013
Sternklare Nacht - Vollmond - 15 Grad unter Null
17. Jänner 2013
Schnee! Schnee! Endlich ein ordentlicher Wassernachschub. Das ist ein wunderbarer Beginn für einen neuen Weinjahrgang.

